Unser Wetter in diesem Frühling 2010 lässt uns verzweifeln. Wann haben wir solange die Heizungen in unserer Wohnung noch auf Volltouren laufen lassen?
Die Winterkleidung bleibt noch griffbereit!
Keiner hat sich getraut, die Winterkleidung einzumotten, denn bei Temperaturen von 8 Grad war wohl der Wintermantel angebracht und nicht die leichte Variante einer Übergangsjacke. Neulich im Mai sind die Radfahrer noch mit Handschuhen unterwegs gewesen, so eisig wehte der Wind entgegen. Und wie traurig sind die Biergartenbesitzer, dass die Saison noch nicht eröffnet werden kann. Genauso trist sieht es in den vielen Cafes, die ihre Plätze im Freien nicht loswerden. Haben Sie gesehen, dass die Eisdielen aus dem Winterschlaf erwacht sind, aber wo bleiben die Kunden? Ist doch klar, dass wenn es kalt ist niemand so recht Lust aufs Eis bekommt.
Nur Regen im Mai 2010
Der Mai hat bekanntlich 31 Tage, dieses Jahr waren 25 davon Regentage. Die einzigen, die sich über dieses Wetter freuen, sind die Regenschirmverkäufer. Durch diesen Dauerregen sind viele Flüsse über die Ufer getreten. An der Oder sind die Marken vom Katastrophenjahr 1997 fast schon erreicht. Allerdings sind heute die Anwohner durch modernisierte Deiche besser geschützt. In Polen dagegen hat die Weichsel so ein enormes Hochwasser geführt, dass viele Menschen evakuiert werden mussten, für manche kam jedoch jede Hilfe zu spät.
Depressionen durch schlechtes Wetter
Viele Menschen leiden unter Depressionen, der Winter war ja schon lang und streng genug. Man hört zunehmend von Festentschlossenen, die im Internet eine Reise in den sonnigen Süden buchen. Ab auf die griechischen Inseln, wo man schon im Meer baden kann, wie mir ein Urlauber aus Kos berichtete. Andere fliegen nach Zypern oder in die schöne Türkei. Zum Glück hat der isländische Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen seineAktivität eingestellt und behindert den Flugverkehr nicht mehr. Wo man hinschaut, zeigt uns die Natur ihre Macht und Unberechenbarkeit.
Meine Katze Sophie ist im April 2009 ein Jahr alt geworden. Kurze Zeit danach ist sie zum ersten Mal rollig geworden. Sie war ziemlich verwirrt und hat den Eindruck gemacht, dass sie nicht so recht versteht, was mit ihr passiert. Sie hat wie alle läufigen Katzen sehr viel geschrieen und gejauhlt, streifte orientierungslos durch die Wohnung und ob sie es wusste oder nicht, sie suchte wohl nach einem Kater. Aber hier in der Wohnung ist ja kein Partner für sie vorhanden. So müssen wir Menschen uns der Sophie besonders widmen. Sie ist sehr verschmust und erzählt ganze Romane in ihrer Katzensprache, nur um die Aufmerksamkeit ihrer menschlichen Dosenöffner auf sich zu lenken. Ob ich gerade in der Küche zu tun habe oder vor dem Computer sitze und schreibe, meine Sophie kommt zu mir und was macht sie? Sie streckt mir ihr Hinterteil entgegen und fordert mich zum Spielen auf. Ich streichele sie sehr viel und rede ihr gut zu, damit sie sich wieder beruhigt. Eine Rolligkeit verläuft bei der Sophie mit Unterbrechungen bis zu einer Woche, wo absolute Ruhe herrscht. Ganz plötzlich geht es dann wieder weiter mit dem Gejammer. So geht es über einen Monat lang.
Für die meisten Menschen ist